Dieses Konzert führt in Klangräume, die sich zwischen Traum, Spiritualität und zeitloser Sehnsucht enDieses Konzert vereint Musik dreier bemerkenswerter Komponistinnen aus unterschiedlichen Ländern und Generationen, die jeweils mit eigener Handschrift Tradition, Innovation und Ausdruckskraft verbanden. Ethel Mary Smyth, eine der bedeutendsten englischen Komponistinnen des frühen 20. Jahrhunderts und engagierte Suffragette, verband kraftvolle Ausdrucksfreude mit klarer Form und scharfem Witz. Miriam Hyde, australische Pianistin und Komponistin, entfaltet eine lyrische, farbenreiche Tonsprache voller Heiterkeit und Eleganz. Marie Grandval, französische Komponistin des späten 19. Jahrhunderts, bringt impressionistische Klangfarben und subtile Stimmungen ein. Gemeinsam spannen ihre Werke einen Bogen von tänzerischer Lebendigkeit über humorvolle Bühnenmusik bis hin zu symphonischer Tiefe und politischer Leidenschaft – ein Konzert über Selbstbestimmung, Fantasie und die Vielfalt weiblicher Klangwelten.
Miriam Hyde: Village Fair – A Ballet for Orchestra (1943)
Dieses farbenreiche, tänzerische Orchesterwerk entwirft ein lebendiges Bild eines Dorffestes. Mit rhythmischer Vitalität, pastoralen Melodien und feinem Gespür für orchestrale Farben erinnert es an englische Vorbilder wie Vaughan Williams oder Holst, bleibt aber eigenständig. Als Eröffnungsstück entfaltet es sofort eine festliche, einladende Atmosphäre.
Ethel Mary Smyth: Fantasio Overture
Die Ouvertüre zu Smyths Oper „Fantasio“ zeigt ihre souveräne Beherrschung spätromantischer Orchestersprache. Schwungvoll und voller Charakter verbindet sie dramatische Zuspitzungen mit lyrischen Passagen. Das Werk vertieft den orchestralen Klangraum nach der tänzerischen Frische von Hyde.
Ethel Mary Smyth: The Boatswain’s Mate – Ouverture
Mit Witz, Esprit und einem Hauch von englischem Volksliedton eröffnet Smyth ihre komische Oper „The Boatswain’s Mate“. Die Ouvertüre ist ein Paradebeispiel für musikalische Ironie und energiegeladene Themen. Das Werk bringt Humor und Leichtigkeit ins Programm und bildet eine Brücke zwischen Konzert- und Bühnenmusik.
Marie Grandval (1849–1907): Ronde de Nuit
Dieses impressionistische Orchesterstück entwirft eine geheimnisvolle, nächtliche Szene. Mit filigranen Streicherfiguren und schwebenden Bläserklängen erzeugt Grandval eine lyrische, atmosphärische Stimmung. Nach den lebhaften Ouvertüren bietet es einen Moment der Ruhe und kontemplativen Schönheit, bevor der symphonische Höhepunkt folgt.
Ethel Mary Smyth: Sinfonie für kleines Orchester
Die Sinfonie zeigt Smyth von ihrer ernsthaften, strukturbewussten Seite. Die Musik ist kraftvoll und kompakt gebaut, legt Wert auf motivische Arbeit und Kontraste und bildet den symphonischen Kern des Programms, der Tiefe und Spannung erzeugt.
Ethel Mary Smyth: The March ofthe Women – Suffragettenmarsch für Gesang und Orchester
Als abschließendes Werk entfaltet dieser ikonische Marsch, geschrieben für die britische Frauenrechtsbewegung, seine mitreißende Wirkung. Hymnisch, energisch und leicht mitsingbar, ist er ein starkes, positives Bekenntnis zu Selbstbestimmung und Gemeinschaft.
